2022 Ernst & Sohn
Ingenieurbaupreis

Shortlist Bekanntgabe

Shortlist 2022

17. Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis

Der Verlag zeichnet seit 1988 alle zwei Jahre herausragende Ingenieurleistungen im Konstruktiven Ingenieurbau aus. Mit der Auslobung zum Ingenieurbaupreis 2022 geschieht dies bereits zum 17. Mal, um das Wirken von Bauingenieur:innen und ihr Engagement für Baukultur ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Der Preis

Es liegt in der Hand der Ingenieure selbst, ihre Werke und ihre Leistungen zu präsentieren.
– Dr.-Ing. Dirk Jesse

Der Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis wird an ein Projektteam für das ausgezeichnete Bauwerk vergeben. Die Gewinnenden erhalten eine repräsentative Plakette.

Bekanntgabe der Preisträger

Im Januar 2022 wird der Preisträger sowie alle ausgezeichneten Projekte in den Fachzeitschriften des Verlages sowie auf den digitalen Kanälen von Ernst & Sohn veröffentlicht. Der Preisträger sowie alle ausgezeichneten Projekte erhalten eine ausführliche Berichterstattung in den Fachzeitschriften des Verlages, zu denen u.a. auch die Zeitschriften Bautechnik, Beton- und Stahlbetonbau sowie Stahlbau gehören.

Shortlist

Shortlist

Insgesamt erhielt der Verlag 32 hochkarätige Wettbewerbsbeiträge aus nahezu allen Bereichen des Bauingenieurwesens. Der Verlag und die Jury möchten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Auslobung ausdrücklich für Ihre Einreichungen danken. Die Wettbewerbsbeiträge stellen eine beeindruckende Leistungsschau der Bauingenieurskunst dar.

Nach intensiven Diskussionen hat die Jury folgende fünf Projekte für die Shortlist zum Preis nominiert (ohne Rangfolge):


Moschee Djamaâ el Djazaïr
© KREBS + KIEFER

Einreicher / Verantwortliches Ingenieurbüro

KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH

Ausführende Baufirma

China State Construction

Bauherr

ANARGEMA

Architekt

KSP Engel GmbH

Seismische Isolatoren und Dämpfer

Maurer SE

Schleuderbetonstützen

Fuchs Europoles GmbH

Technische Gebäudeplanung / Bauüberwachung

KREBS+KIEFER International GmbH

Planung Technische Gebäudeausrüstung

Klett Ingenieur GmbH

Djamaâ el Djazaïr –
Die Große Moschee von Algier

Algerien

Das nach außen einheitliche Erscheinungsbild der Moschee besteht aus verschiedenen, geschickt gewählten Tragwerkssystemen. So wurde beispielsweise der hohe, schlanke Turm des Minaretts als duktile Stahlverbundkonstruktion ausgebildet und die Kuppel über dem Gebetssaal als effizientes stählernes Raumfachwerk entworfen.

Eine besondere Herausforderung stellte die Beherrschung der Bauzustände bei der Herstellung der Gründung in dieser sensiblen Erdbebenzone dar. Es ist den Entwurfsverfasser:innen nach Überzeugung der Jury gelungen, die hohen ästhetischen Ansprüche mit den technischen Anforderungen in Bezug auf die Erdbebensicherheit auf elegante Weise in Einklang zu bringen.

⇲ Pressematerial zum Projekt


Erneuerung Saaneviadukt und Doppelspurausbau Gümmenen (Schweiz)
© Luca Ferrario

Einreicher / Verantwortliches Ingenieurbüro

Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH

Ausführende Baufirma

Frutiger AG

Bauherr

BLS Netz AG

Architekt

FLURY und RUDOLF Architekten AG

Vorfabrikation Schottertrog

Fanger Elementtechnik AG

Stahlbau

Schneider Stahlbau AG
Senn AG

Natursteinmauerwerk

Villapierre AG

Vorspannung

VSL (Schweiz) AG

Erneuerung Saaneviadukt und Doppelspurausbau Gümmenen

Schweiz

Die Erneuerung des Saaneviadukts überzeugte die Jury durch den respektvollen und subtilen Umgang mit dem Bestandstragwerk. Die neuen Tragelemente fügen sich unaufgeregt in das Bild des Gesamtbauwerks ein. Durch den maximalen Erhalt der Originalsubstanz leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Denkmalschutz. Insbesondere und aufgrund des Ausbaus von Einzel- auf Doppelspur und der damit verbundenen höheren Lasten ist der geringe Eingriff in die Natursteinkonstruktion bemerkenswert. Die bestehende alte Stahlfachwerkbrücke wurde durch eine neuzeitig interpretierte und dennoch klassische Lösung ersetzt. Die Jury würdigt den sorgfältigen und ressourcenschonenden Umgang mit dem Viadukt und ist beeindruckt von der Selbstverständlichkeit dieser komplexen und anspruchsvollen Umbaumaßnahme.

Pressematerial zum Projekt


Hochmoselbrücke im Zuge des Hochmoselübergangs ‚B50 neu‘ bei Zeltingen-Rachtig
© Rene Legrand

Einreicher / Verantwortliches Ingenieurbüro

KLÄHNE BUNG

Ausführende Baufirma

SEH Engineering GmbH

Bauherr

Landesbetrieb Mobilität, Rheinland-Pfalz, Trier

Entwurfsbearbeiter

Schüßler-Plan GmbH, Berlin

Aufsteller Ausführungsplanung Unterbauten

EHS beratende Ingenieure für Bauwesen GmbH

Prüfingenieur Überbau/Unterbau

HRA Ingenieurgesellschaft mbH

Hochmoselbrücke im Zuge des Hochmoselübergangs B50 neu bei Zeltingen-Rachtig

Deutschland

Die Jury würdigt die anspruchsvolle Arbeit der Ingenieur:innen, welche sich durch eine enge Abstimmung zwischen Gründung, Pylonen und Überbau auszeichnet. Die einseitige Vormontage und der Einschub ohne Hilfsstützen reduzieren den erforderlichen Landschaftseingriff. Die Hochmoselbrücke ist eine der größten Talbrücken Deutschlands, die sich nach Überzeugung der Jury elegant in die Mosel-Kulturlandschaft einbettet.

Pressematerial zum Projekt


Musée Atelier Audemars Piguet, Le Brassus
© Audemars Piguet

Einreicher/
Verantwortliches Ingenieurbüro

Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG

Ausführende Baufirma

FRENER & REIFER GmbH

Bauherr

Audemars Piguet / Stéphane Jaquiery

Architekt

B.I.G. ARCHITECTURE / Matthew Oravec

Lokaler Architekt / Bauleitung

CCHE

Tragwerksplanung Tiefbau/ Massivbau

Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG Massivbau / INDUNI & CIE SA

Bauphysik

Estia

Glasverarbeiter

SFL Glastechnik

Musée Atelier Audemars Piguet, Le Brassus

Schweiz

Die Idee, für die Ausstellung und Manufaktur des Uhrenherstellers eine eigene Identität zu erschaffen, spiegelt sich in der Architektur des Bauwerks wider. Die Geometrie mit gegenläufigen Kreisen simuliert die Unruh eines Uhrwerks. Nach Ansicht der Jury fügt sich das Gebäude durch die transparente Bauweise mit den begrünten Dachflächen ausgesprochen harmonisch in die umgebende Landschaft ein. Das innovative Tragwerk nimmt sich zurück und ist durch seine aussteifenden, gekrümmten Glaselemente kaum wahrnehmbar. Den Ingenieur:innen ist es hervorragend gelungen, die tragende Struktur und raumbildende Fassade miteinander zu verschmelzen.

Pressematerial zum Projekt


Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze
© Burkhard Walther

Einreicher

Schaffitzel Holzindustrie GmbH + Co. KG

Verantwortliches Ingenieurbüro

knippershelbig GmbH

Ausführende Baufirma

Schaffitzel Holzindustrie GmbH + Co. KG

Bauherr

Stadt Weinstadt

Architekt

Cheret Bozic Architekten BDA DWB

Rohbau

Hermann Fuchs Bauunternehmung GmbH

Brückenbelagsplatten

Hering Bau GmbH & Co. KG

Feuchtemonitoring

Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart

Stuttgarter Holzbrücke an der Birkelspitze, Weinstadt im Remstal

Deutschland

Die Holzbrücke an der Birkelspitze beeindruckte die Jury damit, wie das Bauwerk in Form und Materialität überzeugend auf die örtlichen Randbedingungen reagiert. Der beidseitig eingespannte Holz-Beton-Verbundbalken ermöglicht eine überzeugende Schlankheit als integrale Geh- und Radwegbrücke. Die Seilnetz-Geländerausfachung erzeugt Transparenz. 

Das Haupttragwerk aus Leimholzträgern wird durch die trageffiziente und dauerhafte Fahrbahn aus carbonfaserbewehrten Betonfertigteilen geschützt. Der Überbauträger wird mittels einer einfachen, originellen und robusten Fügung mit den Stahlbetonwiderlagern verbunden. Insgesamt, so die Meinung der Jury, verdeutlicht die Brücke in bester Weise einen ganzheitlich-innovativen Ansatz, der einen schlüssigen Weg zum ressourceneffizienten Bauen anbietet.

⇲ Pressematerial zum Projekt

Ablauf

Jury Icon

In einer zweiten Sitzung im Januar 2022 wählt die Jury aus diesen nominierten Projekten den Preisträger und mögliche Auszeichnungen.

Die Bekanntgabe der Preisträger und Auszeichnungen erfolgt im Februar 2022.

Teilnahmebedingungen

Deutschland, Österreich, Schweiz

Die Ingenieurleistung muss innerhalb Deutschlands, Österreichs oder der Schweiz erbracht worden sein. Der Standort des zu prämierenden Bauwerks ist regional nicht eingeschränkt und kann sich weltweit befinden. Zugelassen sind auch Bauprojekte, die von ausländischen Ingenieuren in Deutschland gebaut wurden.

Zeitraum

Das Bauwerk muss zwischen 1. September 2018 und 31. August 2021 fertiggestellt worden sein (Datum der Bauabnahme).

Einreichung

Berechtigt zur Einreichung sind Bauingenieur:innen, die für den Entwurf und/oder die Ausführung maßgeblich verantwortlich waren.

Bewertungskriterien

Die gesamte Baumaßnahme wird nach funktionalen, technischen, wirtschaftlichen und gestalterischen Gesichtspunkten bewertet, wobei eine besondere Ingenieurleistung erkennbar sein muss. Zur Bewertung der eingereichten Objekte werden folgende Kriterien herangezogen:

Konstruktion
Innovation
Interdisziplinarität
Ästhetik
Nachhaltigkeit

Die Jury-Mitglieder

Die Jury für die Auslobung 2022 begutachtet in einer ersten Sitzung im November 2021 alle Einreichungen und nominiert maximal fünf Projekte für eine Shortlist. In einer zweiten Sitzung im Januar 2022 wählt die Jury aus diesen nominierten Projekten den Preisträger und mögliche Auszeichnungen.

© KREBS+KIEFER
Prof. Dr.-Ing. Jan Akkermann
KREBS+KIEFER |

Karlsruhe

© René-Müller – Stuttgart
Prof. Dr.-Ing. Lucio Blandini
Werner Sobek AG |

Stuttgart

© Boley Geotechnik GmbH
Prof. Dr.-Ing. Conrad Boley
Universität der Bundeswehr |

München

© obsoquasi.ch
Dipl. Bau-Ing. Daniel Meyer
sia-Schweizer Ingenieur- und Architektenverein |

Zürich

© sbp.de
Dipl.-Ing. Sandra Niebling
schlaich bergermann partner |

Stuttgart

© LEONHARD WEISS
Dipl.-Ing. Oliver Zscherpe
LEONHARD WEISS |

Göppingen

© Christoph Schuhknecht
Dr. Bernhard Hauke
Verlag Ernst & Sohn |

Berlin


Presse

Presse

Pressemitteilungen

3. Dezember 2021
Fünf Projekte sind für den Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis 2022 nominiert
Eine Leistungsschau der Bauingenieurskunst im deutschsprachigen Raum
12. August 2021
17. Auslobung des Ernst & Sohn Ingenieurbaupreises
Zum 17. Mal wird der Ingenieurbaupreis des Verlages Ernst & Sohn ausgelobt.
Moschee Djamaâ el Djazaïr
© KREBS + KIEFER
Moschee Djamaâ el Djazaïr
© KREBS + KIEFER
Moschee Djamaâ el Djazaïr
© KREBS + KIEFER
Erneuerung Saaneviadukt und Doppelspurausbau
© Fürst Laffranchi
Erneuerung Saaneviadukt und Doppelspurausbau
© Luca Ferrario
Erneuerung Saaneviadukt und Doppelspurausbau
© Rene Legrand
Hochmoselbrücke
© Rene Legrand
Hochmoselbrücke
© Michael Conrad
Hochmoselbrücke
© Michael Conrad
Musée Atelier Audemars Piguet
© Audemars Piguet
Musée Atelier Audemars Piguet
© Ambroise Tezenas
Musée Atelier Audemars Piguet
© Iwan Baan
Stuttgarter Holzbrücke
© Burkhard Walther
Stuttgarter Holzbrücke
© Burkhard Walther
Stuttgarter Holzbrücke
© Burkhard Walther

Sie haben Fragen?

Ihr Ansprechpartner

Dr.-Ing. Dirk Jesse
Tel. +49(0)30 47031-275
ingenieurbaupreis@ernst-und-sohn.de

2022 Ernst & Sohn
Ingenieurbaupreis

Archiv
Ernst & Sohn Ingenieurbaupreis

Rückblick 2019

Schutzdach für die Ausgrabungsstätte am Göbekli Tepe (Türkei)
© Doğuş Group

Preisträger

Schutzdach Ausgrabungsstätte
am Göbekli Tepe

Ingenieure

EiSat GmbH, Berlin (D)

Architekten

kleyer.koblitz.letzel.freivogel Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (D)

Auftraggeber der Planungsleistung

Deutsches Archäologisches Institut (DAI), Berlin (D)

Geotechnik/ Gründungskonzept

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Richard A. Herrmann –
Institut für Geotechnik – Universität Siegen

Auszeichnungen

KIENLESBERGBRÜCKE
(ULM)
© W. Dechau

Kienlesbergbrücke
(Ulm)

Ingenieure

KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH, Karlsruhe (D); Klähne Beratende Ingenieure im Bauwesen GmbH, Berlin (D

Architekten

Knight Architects, Bartlomiej Halaczek,
High Wycombe (GB)

Bauherr

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm:
SWU Verkehr GmbH (D)

Ausführung

SEH ENGINEERING GMBH, Hannover (D)

TRUMPF STEG
(DITZINGEN)
© schlaich bergermann partner

Trumpf Steg (Ditzingen)

Ingenieure

schlaich bergermann partner (D)

Architektonische Beratung

Barkow Leibinger, Berlin (D)

Bauherr

TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen (D)

Ausführung

Franz Prebeck GmbH & Co. KG, Bogen (D)

Dokumentation

In der Sonderpublikation zum Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreis werden alle eingereichten Projekte, sowie die Reden der Preisverleihung dokumentiert.

16. Ingenieurbaupreis 2019
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15. Ingenieurbaupreis 2017
14. Ingenieurbaupreis 2015
13. Ingenieurbaupreis 2013